| Wiehler Tropfsteinhöhle |
Die Wiehler Tropfsteinhöhle liegt etwa einen Kilometer südlich von Wiehl an der Straße von Wiehl nach Homburg.
Gleich nebenan liegt das wunderschön gelegene "Waldhotel Hartmann", dem auch die Leitung und Führung der Höhle unterliegt. Ein besonderes Highlight sind die Höhlentrauungen und eingetragene Lebenspartnerschaften in der Höhle durch das Standesamt Wiehl. Die Tropfsteinhöhle wurde 1860 bei Sprengungen in einem Steinbruch entdeckt. Die dabei gefundenen Kalksteingebilde blieben aber lange unbeachtet. Im Gegenteil, man füllte die angeschlagenen Hohlräume teilweise wieder mit Abraummengen und Gesteinsmassen. Mangels jeglicher Aufsicht sind dann in der Folgezeit viele erreichbare Tropfsteingebilde zerstört und geraubt worden. 1922 wurde das Interesse für die Erhaltung und den Ausbau des seltenen Naturdenkmals wieder wachgerufen. Die In der Zeit großer Arbeitslosigkeit wurde 1926 die Erschließung der Höhle im Rahmen öffentlicher Notstandsarbeiten in Angriff genommen. Umfangreiche und schwierige Arbeiten sind notwendig gewesen, um die gewaltigen Massen an Höhlenlehm und die in den Gängen lagernden Schuttmengen herauszuschaffen. Teilweise ist der Gangverlauf noch immer nicht genau bekannt, da der Schlamm nicht restlos beseitig werden konnte. Am 4. August 1927 wurde der erschlossene Teil der Tropfsteinhöhle zur Besichtigung für die Öffentlichkeit freigegeben. Inzwischen sind weitere Gänge ausgebaut. Das begehbare Gangsystem ist inzwischen 868 m lang. Die Erschließung noch vorhandener Hohlräume wird fortgesetzt. Seit 1997 wird die Höhle durch den Arbeitskreis Kluterthöhle e.V. wissenschaftlich betreut. Die Wiehler Tropfsteinhöhle ist mit elektrischem Licht ausgestattet und es werden Führungen angeboten. Über 26 Stufen gelangt man zum Eingang der Höhle, in der eine gleichbleibende Temperatur von nur 8 Grad Celsius herrscht. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit gedeihen im Dämmerlicht der Höhle Moose und Farne.
Eine Führung durch die Tropfsteinhöhle dauert etwa 30 Minuten. Wegen der herrschenden Kühle sollte man auch im Sommer eine Jacke mitnehmen. Die Wege sind eben und gut begehbar, wegen der herrschenden Feuchtigkeit ist aber festes Schuhwerk angebracht. Nach der Besichtigung kann man im Restaurant des „Waldhotel Hartmann" (gleich neben dem Eingang zur Höhle) eine Verschnaufpause einlegen.
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